Neubau eines Hotels, Scandic Hotel

- Prüfung der statischen Berechnung und der Konstruktionspläne - konstruktive Bauüberwachung einschließlich Überwachung sicherheitsrelevanter Bauzustände
Auftraggeber:gsp Städtebau mbH; Ansprechpartner: Herr Luboeinski
Projektanschrift:
Gabriele-Tergit-Promenade
10963 Berlin
Baukosten:Investitionskosten: 110 Mio. €
Bauzeit:09/2008 - 08/2010

Beteiligte Gesellschaften: SKP Ingenieure

Kontaktperson:Dipl.-Ing. Klaus Bienert

Im Bereich der Gabriele-Tergit-Promenade / Köthener Str. in Berlin Mitte wurde ein insgesamt neungeschossiges (EG, 1.– 8. OG) Hotelgebäude mit 563 Zimmern und einer Versammlungsstätte (Ballsaal) errichtet. Das Untergeschoss des Hotelgebäudes wird als Tiefgarage genutzt und wurde, auf Grund des hohen Grundwasserstandes als „Weiße Wanne“ mit  WU–Beton ausgeführt. Der Baukörper hat eine Gesamtlänge von ca. 97 m und eine Breite von ca. 60,0 m. Die zwischen der Gabriele-Tergit-Promenade und Köthener Str. verlaufende U-Bahntrasse U2 und der freizuhaltende Bereich für eine zukünftige S-Bahntrasse werden durch das neue Gebäude überbaut. Das Hotel wurde als Stahlbetonmassivkonstruktion  ausgeführt. Die bis zu 8,0 m spannenden Decken oberhalb des vierten bis achten Obergeschosses sind in der Regel als  liniengelagerte Flachdecken ausgebildet. Als Linienlager dienen die zwischen jedem zweiten Hotelzimmer angeordneten tragenden Stahlbetonmassivwände. Ab dem 3. OG wurde auf Grund der geänderten Nutzungscharakteristik (Ballsaal, Besprechungs- und Restaurantbereiche) die Schottbauweise in eine Stützen- und Trägerkonstruktion aufgelöst. Zur Abfangung der tragenden Wände oberhalb des Ballsaals (freie Stützweiten bis ca. 22,75 m) wurden paarweise angeordnete
Stahlverbundträger verwendet. Die Lasten aus dem 3.OG und die Auflagenkräfte der den Ballsaal überspannenden Stahlverbundträger mussten oberhalb der ab dem 2.OG im Mittelbereich des Gebäudes verlaufenden Bahntrassen, teilweise
abgefangen werden. Dazu wurden, je nach Belastung und geometrischen Randbedingungen, gegliederte wandartige Träger, Stahlbetonunterzüge oder Stahlverbundträger herangezogen, die auf den trassenparallel verlaufenden Längs- bzw. Mittelwänden auliegen. Das Hotel musste ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebes der U-Bahnlinie U2 errichtet werden. Deshalb konnten im Bereich der Trassen keine Absteifungen für den Bauzustand angeordnet werden. Auf  Grund der großen Stützweiten wurden hier trassenüberspannende, teilweise vorgespannte Halbfertigteile verwendet,  die  während der kurzen Betriebspause in den Nachtstunden montiert werden mussten. Die Gründung des Gebäudes erfolgte auf einer bis zu 140 cm dicken teilweise angevouteten Stahlbetonbodenplatte. Zur Reduzierung von Setzungen im Bereich der U-Bahntrasse und zur Verhinderung von nicht verträglichen Lasteinträgen in die unterirdisch, parallel zum Gebäude verlaufende Fernbahntrasse, sowie in den das Gebäude unterirdisch querenden Elektroversorgungstunnel, wurden als
zusätzliche Tiefgründungselemente Bohrpfähle angeordnet.

Ansicht Hotel
Ansicht Hotel