Neubau eines Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes
Beteiligte Gesellschaften: SKP Ingenieure
Für die Herstellung von Kartoffelprodukten im Pfanni-Werk Stavenhagen wird eine erhebliche Menge an Dampf und Elektroenergie benötigt. Zur verbrauchsnahen Bereitstellung der Energie wurde von der Nehlsen Entsorgung Neubrandenburg GmbH & Co. KG der Neubau des Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes (EBSHKW) auf der Basis von hochkalorischen Ersatzbrennstoffen geplant. In dem EBS-HKW Stavenhagen werden jährlich 95.450 Ersatzbrennstoff verbrannt. Die Feuerungswärmeleistung beträgt maximal 49,5 MW bei einer thermischen Kesselleistung von ca. 40 MW bzw. einer Frischdampfmenge von ca. 50 Mg/h. Geplant mit einer 1-linigen Feuerungsanlage besteht das EBS-HKW aus den Betriebseinheiten der Brennstoffannahme, der Dampfkesselanlage, der Rauchgasreinigung, der Turbogeneratoranlage/Maschinenhaus und den Nebenanlagen. Der für die Annahme, Bevorratung und Zwischenlagerung der Ersatzbrennstoffe ausgelegte Brennstoffbunker wurde in Massivbauweise aus Stahlbetongeplant. Die Herstellung der äußeren Umfassungswände sowie der darin integrierten Stützen erfolgte im Gleitbauverfahren. Die Grundrissabmessungen des Bauwerkes betragen ca. 30x26 m, die Bauhöhe ab OK-Gelände beträgt ca. 29,0 m. Gegründet ist der mit ca. 7,0 m in den Baugrund einbindende Baukörper auf einer 1,0 m dicken Stahlbetonsohlplatte, die auf Bohrpfählen abgesetzt ist. Für die Stapelung und Aufgabe der Ersatzbrennstoffe ist im Brennstoffbunker eine Brückenkrananlage mit einer Traglast von 12 t vorhanden. An der Westseite des Brennstoffbunkers schließt das Herzstück des Heizkraftwerkes, das Kesselhaus an. Die Tragkonstruktion der ca. 34 m langen, 16 m breiten und ca. 30 m hohen Kesselanlage besteht aus einer Stahlkonstruktion, die auf einer durch Bohrpfähle gestützten Sohlplatte abgesetzt ist. Die bei der Verbrennung entstehenden Abgase werden in dem ca. 12 m hohen Gebäude der Rauchgasreinigung gereinigt. Dieses, aus einer Stahlrahmenkonstruktion bestehende Gebäude wurde an der Südseite des Kesselhauses errichtet. Auf einer Grundfläche von ca.14,0 x 10,0 m sind neben den technischen Anlagen zur Rauchgasreinigung auch der ca. 51 m hohe Abgasschornstein integriert. An der Nord-Westseite des Kesselhauses schließt das Maschinenhaus mit der Turbine zur Stromerzeugung an. Die Tragkonstruktion des Gebäudes besteht aus einer Stahlrahmenkonstruktion, die ihre Lasten auf einer durch Bohrpfähle gestützen Stahlbetonsohlplatte absetzt. Im Maschinenhaus ist die Turbine zur Stromerzeugung sowie die zu deren Betrieb erforderlichen technischen Anlagen installiert. Die Grundrissabmessungen des Gebäudes betragen ca. 20 x 22 m, die Bauhöhe beträgt ca. 11,0 m. Neben den zuvor beschriebenen Betriebseinheiten wurden noch weitere, für den Betrieb des Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes erforderliche Betriebseinheiten errichtet (z.B. LUKO, Reststoffsilo,Schlackebunker, Fahrzeugwaage,Rohrleitungsbrücken, Anlieferhalle u.a.).
