Neubau des U-Bahnhofes "Brandenburger Tor"

Erweiterung der U-Bahnlinie 55
Auftraggeber:BVG Berliner Verkehrsbetriebe
Projektanschrift:
Pariser Platz, Berlin Mitte
Mitte Berlin
Bauzeit:Juli 2004 bis Juli 2009

Beteiligte Gesellschaften: SKP Ingenieure

Kontaktperson:Dr.-Ing. Hartmut Kalleja

Der Neubau des U-Bahnhofes „Brandenburger Tor“ stellt einen Teilabschnitt des Neubaus der U-Bahn- Linie U5 dar. Er gliedert sich in drei Bauabschnitte und war ursprünglich als Endbahnhof des Shuttles U55 zwischen dem Brandenburger Tor und dem Berliner Hauptbahnhof für die Fußball-WM 2006 geplant. Die Aufgabe des Büros Specht, Kalleja und Partner GmbH beinhaltet die Prüfung der Statischen Berechnung für die Genehmigungs- sowie die Ausführungsplanung des Endzustandes und der komplexen Zwischenbauzustände. Weiterhin wird durch das Büro die konstruktive Bauüberwachung aller statisch relevanten Bauteile durchgeführt. Schließlich ist auch die wirtschaftliche Prüfung der Bauausführung Inhalt der Beauftragung.

Zunächst werden die sogenannten ca. 22m tief liegenden Aufgangsbauwerke im Bereich Pariser Platz (BW 131 West) und Unter den Linden (BW 129 Ost) errichtet. Dies erfolgt jeweils im Schutz einer wasserdichten Baugrube aus Schlitzwänden bzw. Bohrpfahlwänden sowie einer abdichtenden, hoch liegenden und rückverankerten HDI-Sohle. Die Baugrubenaussteifung erfolgt durch innen liegende Stahlgurtungen und Steifen aus Stahl und Stahlbeton. Anschließend wird mit der Herstellung des Aufgangsbauwerkes BW 131 begonnen. Der Rohbau besteht aus einer WU-Stahlbetonkonstruktion. Hierbei sind komplexe Rückbausituationen mit Umsteifungen auf das Bauwerk 131 zu berücksichtigen. Das Aufgangsbauwerk 129 wird zu einem späteren Zeitpunkt erstellt. Gleichzeitig werden von beiden Baugruben aus insgesamt 30 horizontal liegende, ca. 100 Meter lange Mikrotunnel durch die Schlitzwände der Baugruben hindurch vorgetrieben. Dies erfolgt im Schutz von Brillendichtungen während die Stahlrohre mit Durchmesser 1600mm mittig in die gegenüberliegenden Schlitzwände dicht einbinden. In den Rohren wird Vereisungstechnik zur Bodenvereisung installiert mit dem Ergebnis, dass ein tragfähiger Ring aus vereistem Boden entsteht.

Nach dem Durchbruch der Baugrubenschlitzwand BW 129 wird im Schutz dieses Ringes der bergmännische Aushub mit dem sofortigen Aufbringen einer tragenden Spritzbetonschale ausgeführt. Vereisungs- und Spritzbetonring werden für den Erd- und Wasserdruck sowie für Lasten aus Verkehr bemessen. Im Schutz dieser bergmännisch gesicherten Röhre erfolgt die Herstellung des Bahnsteigbereiches in Stahlbetonbauweise als WU-Konstruktion (BW 130) und im Anschluss daran der Durchbruch der östlichen Schlitzwand mit wasserdichtem Anschluss des BW 130 an das BW 131. Nach der Herstellung des Rohbaus BW 129, ebenfalls mit wasserdichtem Anschluss an das BW 130, wird schließlich der technische Ausbau der Bauwerke 129 bis 131 durchgeführt.

Erweiterung der U-Bahnlinie 55
Erweiterung der U-Bahnlinie 55