Modernisierung eines Verwaltunggebäudes

Fassadensanierung und Modernisierung
Auftraggeber:BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
Projektanschrift:
Storkower Straße 134
10407 Berlin Deutschland
Baukosten:3.350.000 Euro
Bauzeit:04 / 2005 - 11 / 2008

Beteiligte Gesellschaften: SKP Ingenieure

Kontaktperson:Dipl.-Ing. Wolfram Steinke

Das Büro- und Verwaltungsgebäude wurde zeitgleich zum Palast der Republik als Stahlbeton-Skelettbau im Jahr 1972 erstellt und erhielt eine Aluminiumblech-Vorhangfassade mit Aluminiumrahmen-Fensterbändern ohne thermische Trennung.

Im Rahmen der Gebäudesanierung wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Fassadensysteme entworfen, mit dem Ziel, eine dem Umfeld und der Nutzung entsprechende Ästhetik und Gebäudeoptik zu erzielen. Durch die exponierte Lage und die unmittelbare Nachbarschaft zur Velodrom-Mehrzweckhalle musste die weithin sichtbare achtgeschossige Fassade hohen ästhetische Ansprüchen genügen.

Zur Reduzierung der Sanierungskosten wurde planungsseitig angestrebt, ein Höchstmaß an vorhandener statischer Konstruktion der Fassade zu erhalten und als verbindendes Tragwerk für die neuen Fassadenbauteile weiter zu nutzen.

Die entsprechenden statischen Untersuchungen und Berechnungen wurden in enger Zusammenarbeit mit Architekten und Bauphysikern vorgenommen.

Für diesen kombinierten Fassadenaufbau wurde eine hochwärmedämmende Vorhangfasse mit EV1-eloxierter Aluminium-Sinuswellen-Blechverkleidung entwickelt, welche die vorhandene Unterkonstruktion verwendet, deren thermische Nachteile jedoch vollständig behebt.

Für die künftigen hochwertigen Nutzungen wie z. Bsp. für das Finanzamt Pankow wurden außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen und neue Aluminiumfenster eingebaut.

Das Erdgeschoss erhielt einen erhöhten Einbruchschutz im Erdgeschoss mit VSG-Verglasung und entsprechenden Eingangstüren. Die markanten, vertikal über die gesamte Gebäudehöhe verlaufenden Fensterbänder wurden entsprechend erneuert.

Die Treppenräume wurden brandschutztechnisch mittels Rauchabzugsanlagen und neuer F30-Türabtrennungen ertüchtigt.

Die Zuwegungen und Zugänge mussten den neuen Nutzungsanforderungen angepasst werden, insbesondere die Herstellung einer Behinderten-Rampenanlage,
eines Außenaufzugs sowie umfassenden Vorplatzgestaltung und umliegenden Außenanlagen einschließlich Beleuchtung und Beschilderung.

Die Gebäudenutzung durch zwei Finanzämter erforderte hohe Sicherheitsstandards, vor allem hinsichtlich des Vandalismusschutzes an der Briefkastenanlage und an den Eingangstüren. Die nach erfolgter Sanierung durchgeführte Qualitätskontrolle mittels Thermografieuntersuchungen bestätigte die hohe Leistungsfähigkeit der erneuerten Fassade.

Modernisierung eines Verwaltunggebäudes
Modernisierung eines Verwaltunggebäudes